GESCHICHTE

Der Weg zum Bierglasmuseum

10 000 - 5000 v. Chr.
Die Geschichte des Bierglasmuseums nahm ihren Anfang in Zeiten der Jäger und Sammler, als mit Keulen und Steinschleudern bewaffnete Wilde auf der Suche nach Nahrung durch die Wälder zwischen Bodensee und Rorschacherberg streiften. Diese Leidenschaft des Sammelns wurde den beiden Museumsgründern Jürg Keel und Peter Jehle (siehe auch in der Rubrik "Über uns") von unseren Vorfahren sozusagen in die Wiege gelegt.
 
1973 - 1985
Es ist nicht wortwörtlich überliefert, doch dürfte die vererbte Sammel-Leidenschaft bei Jürg Keel und Peter Jehle während jener Zeit wieder erwacht sein, als sich die beiden vom Knaben zum Manne reckten - und das heimische Löwengartenbier entdeckten und schätzen lernten. Doch so sehr sie das Bier liebten, so sehr erlagen sie auch den Reizen des Bierglases. Diese formvollendeten Schönheiten mit den eleganten Kurven und den meisterhaft eingebrannten Zierschriften durften nicht länger nur auf den Tischen der Restaurants und Bars ruhen, sondern wechselten mehr und mehr als Gastgeschenke die Besitzer. In unserem Fall hiessen diese Jürg Keel und Peter Jehle. Diese Jahre gelten als die Blütezeit des Bierglassammelns.
 
1985 - 2009
Die Sammlungen Keel und Jehle wuchsen stetig. Längst galt das Augenmerk nicht mehr nur heimischen Biergläsern, das Reisen durch Europa und in fernere Länder eröffnete neue Bierglaswelten. So kamen über die Jahre über 1500 Biergläser und Bierhumpen zusammen, gelagert zuletzt in zahlreichen Bananenschachteln, die Biergläser eingewickelt in Zeitungspapier. Während Peter Jehle seine Biergläser in einem Archiv im Kornhaus Rorschach lagerte, bewahrte Jürg Keel seine Schätze auf dem Esterich im elterlichen Haus an der Neugasse in Rorschach auf. Beide Sammler hofften, die Biergläser eines Tages der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Diese Phase geht als die Dornröschenzeit in die Geschichte ein.
 
2009 - 2011
Zum Leben erweckt und ans Licht der Öffentlichkeit gehievt wurden die Biergläser im Jahre 2009, als der damalige Rorschacher Schatzsucher Richard Lehner die beiden Sammlungen als einen der Schätze der Stadt präsentierte. Die beiden Sammler beschlossen, ihre Sammlungen zusammenzulegen, sollte sich ein Ausstellungsort finden. Nachdem weder im Kornhaus noch bei regionalen Brauereien Interesse bestand, eröffnet sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Jürg Keel die Chance, den Traum vom Bierglasmuseum zu verwirklichen. Die Familie Bischof stellt den Dachboden ihrer Scheune zur Verfügung. Die Biergläser haben endlich ihre Heimat gefunden, das Bierglasmuseum kann realisiert werden und wird am 18. Juni 2011 eröffnet.